Eine Futtermittelallergie ist eine allergische Reaktion des Körpers auf bestimmte Bestandteile der Nahrung, wie beim Menschen zum Beispiel die Glutenunverträglichkeit.

Diese entsteht auf 2 Wegen, einmal die angeborene und die erworbene Futtermittelallergie. Die angeborene Form ist jedoch sehr selten.

Die 2. Form, die erworbene Allergie bricht irgendwann aus, meist hervorrgerufen durch bestimmte Inhaltsstoffe oder synthetische Zusatzstoffe im Futter.

 

Rindfleisch und Milchprodukte sind beim Hund die häufigsten Allergene, gefolgt von Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Soja, Eier und Fisch.

Symptome

Die Ohren und die Haut sind Ausscheidungsorgane und die Entgiftung erfolgt hierüber, daher erkennt man in über 80% der Fälle Futtermittelallergien an Symptomen von Haut & Ohren.

Mögliche Symptome sind:

  • fettige, schuppige Haut
  • "dreckige" Ohren
  • Juckreiz und vermehrtes Kratzen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Exzeme
  • schwarzer Bauch (großflächige Schwarzfärbung der Haut)

Diagnose

Es gibt mittlerweile Bluttests um Allergien festzustellen, dies ist aber recht teuer, ist unzuverlässig und führt selten zu brauchbaren Ergebnissen. Allgemein wird zur Diagnose eine mehrwöchige Ausschlußdiät durchgeführt.

 

Behandlung

Der einfachste und der oftmals hilfreiche Weg ist ein Futterwechsel hin zu einem hochwertigen Futter mit wenigen allergenen Auslösern, also ohne Mais, Weizen und im Idealfall auch nur mit einer tierischen Proteinquelle.  Damit kann man jedoch nicht identifizieren gegen welchen Inhaltstoff der Hund allergisch ist.

Ausschlußdiät

Der etwas (zeit)aufwendigere Weg ist die Ausschlußdiät / Eliminationsdiät. Man beginnt mit der Fütterung von Proteinen und Kohlenhydraten die im normalen Hundefutter selten verwendet werden, bewährt hat sich hier Pferdefleisch und Kartoffeln.  Dies füttert man solange bis keine Symptome mehr auftreten. Daraufhin ersetzt man jeweils eine Komponente gegen eine andere. Zum Beispiel die Kartoffel durch Reis, wenn daraufhin keine Beschwerden auftreten ( > 2/3 Wochen ) dann kann man davon ausgehen das keine Unverträglichkeit gegen Reis vorliegt. Danach würde man Pferd durch ein anderes Fleisch ersetzen etc. Tritt eine Unverträglichkeit auf kehrt man immer zur letzten Kombination ohne Symptome zurück, wartet bis die Symptome verschwunden sind und beginnt erneut mit dem Ausschlußverfahren.

Um die Futtermittelallergie endgültig zu beweisen wird in der Regel im Anschluß nochmal das Futtermittel mit dem Allergen gefüttert um gezielt die allergische Reaktion hervorzurufen.

Dieses Verfahren ist zwar relativ aufwendig und muss über 6-10 Wochen durchgeführt werden, ist aber auch die sicherste Methode eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren.

Entweder man kocht die Diäten selbst oder man bedient sich bei fertigen Trockenfuttern die speziell daraufhin konzipiert wurden, zum Beispiel beim Hersteller Exclusion oder die Sorte Wide Plain des Herstellers Wolfsblut. Normale Trocken- und Nassfutter eignen sich dafür nicht, da meist mehrere Proteinquellen verwendet werden und die Deklaration der Inhaltsstoffe eher mangelhaft und damit für eine Ausschlußdiät ungeeignet sind 

Und wie weiter?

Hat man das Allergen durch die Ausschlußdiät identifiziert sucht man sich gezielt Hundefutter das diesen Inhaltsstoff nicht enthält, die Gefahr ist dennoch gegeben das sich eine Allergie gegen andere Inhaltsstoffe entwickelt und man in einem Jahr wieder mit einer Diät beginnen muss.

Generell sollten man hochwertige Futtermittel mit möglichst einer Proteinquelle, ohne chemische Zusatzstoffe/Vitamine bevorzugen und getreidefrei sollte es sein.

Alternativ wäre die Rohfütterung (BARF) eine sehr sinnvolle Möglichkeit, denn damit hat man die volle Kontrolle über alle Inhaltstoffe, kann unerwünschte Zusatzstoffe/Geschmacksverstärker oder synthetische Vitamine ausschließen und man weiß genau was man selbst füttert. 

Weitere Informationen

http://www.hauttierarzt.de/lexikon/futtermittelallergie

 

 

In schlimmen Fällen sollte unbedingt ein erfahrener Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden, dieser kann ihnen bei der Diät und der Wahl des richtigen Futters helfen.